Kunst und Kultur von Sankt-Petersburg
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Welt der Künste
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Presseartikel

Wolfenbüteler Zeitung.

Von Reiner Sliepen

01.02.2017

 

Junge Künstler im Prinzenpalais

 

WOLFENBÜTTEL  Tonart startet den Austausch mit Sankt Petersburg. In der Kirche in Sambleben gibt es am Freitag ein weiteres Konzert.

Neue Wege geht die Kulturinitiative Tonart in der Ausbildung ihrer Musikschüler. Der Leiter des Projekts, Diplom-Musikpädagoge Alexander Osovitskiy, eröffnete das Austauschprogramm zwischen Musikschulen aus Deutschland und Sankt Petersburg.

Ein Nebeneffekt ist das Kennenlernen des Kulturlebens in einer der schönsten Städte Russlands. Der erste Meisterkursus fand bei Tonart an der Reichsstraße statt. Danach gaben die Teilnehmer ein öffentliches Konzert.

Die jungen Künstler, Schüler der renommierten Violinpädagogen Irina Tschitschina und Professor Savelij Shalman, haben seit dem fünften Lebensjahr systematischen Unterricht. Dabei komme es ihm, so Shalman, auf die Entwicklung der Freude an der Musik an. Die technische Ausbildung durch das Üben von Etüden sei ein Teil, genauso wichtig sei ihm die parallele Erarbeitung von Werken großer Komponisten.

Im Barocksaal des Prinzenpalais’ verbeugt sich die achtjährige Xenia vor ihrem Publikum. Shalman achtet sehr genau auf die persönliche Präsentation seiner jungen Künstler bei öffentlichem Auftreten. Xenia spielt, begleitet von der Pianistin Marina Lejmfirer, zwei Stücke von Robert Schumann aus den „Kinderszenen“, danach die reizende Gavotte von François-Joseph Gossec und einen melodiösen Walzer von Peter Tschaikowski.

Auffällig sind der kräftige, sichere Bogenstrich und die Beherrschung dynamischer Feinheiten. Shalman legt großen Wert auf öffentliches Auftreten. Davon profitiere die technische und persönliche Sicherheit.

Jascha, neun Jahre, spielt den ersten Satz des Concertos a-moll von Antonio Vivaldi, wie seine Mitschüler ohne Noten, ein Beweis für die gründliche Ausbildung. Auch hier kein motorisches Herunterschnurren, sondern melodiöses Nachvollziehen der Vivaldischen Tonsprache.

Mit dem Prelude und Allegro von Fritz Kreisler präsentiert sich die 13-jährige Valentina. Sehnsucht und Temperament kennzeichnen die Interpretation der jungen Petersburgerin, deren Technik beeindruckt. Auch hier spontaner Beifall.

Zum Finale Felix, 16 Jahre. Auch er wird auf der Grundlage von Shalmans Standardwerk „Ich werde Geiger“ unterrichtet. Dies ist eines der international erfolgreichsten Schulwerke Russlands.

Felix spielt den ersten Satz aus Wolfgang Amadeus Mozarts viertem Violinkonzert D-Dur und danach zwei Sätze aus den Sonaten für Violine solo von Johann Sebastian Bach. So harmonisch Mozart, so ebenmäßig und virtuos die Barocksätze. Nochmals viel Applaus für den Leistungsstand der jungen Künstler aus St. Petersburg.

 

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